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remus Web-Dok. 7/2002
Gesetz zur Änderung des Gesetzes über Arbeitnehmererfindungen
vom 18. Januar 2002 (veröffentlicht im Bundesgesetzblatt Jahrgang
2002 Teil I Nr. 4, ausgegeben zu Bonn am 24. Januar 2002, S. 414-415)
Gesetz
zur Änderung des Gesetzes über Arbeitnehmererfindungen
Vom 18. Januar 2002
Der Bundestag hat das folgende Gesetz beschlossen:
Artikel 1
Das Gesetz über Arbeitnehmererfindungen in der im Bundesgesetzblatt
Teil III, Gliederungsnummer 422-1, veröffentlichten bereinigten Fassung,
zuletzt geändert durch Artikel 4 des Gesetzes vom 16. Juli 1998 (BGBl.
I S. 1827), wird wie folgt geändert:
1. Die Inhaltsübersicht wird wie folgt geändert:
a) Die Angabe zu § 42 wird wie folgt gefasst:
"Besondere Bestimmungen für Erfindungen an Hochschulen
§ 42".
b) Die Angabe zu § 43 wird wie folgt gefasst:
"Übergangsvorschrift § 43"
c) Die Angabe zu § 44 wird wie folgt gefasst:
"§ 44 (weggefallen)"
2. § 42 wird wie folgt gefasst:
"§ 42
Besondere Bestimmungen für Erfindungen an Hochschulen
Für Erfindungen der an einer Hochschule Beschäftigten
gelten folgende besonderen Bestimmungen:
1. Der Erfinder ist berechtigt, die Diensterfindung im Rahmen seiner
Lehr- und Forschungstätigkeit zu offenbaren, wenn er dies dem Dienstherrn
rechtzeitig, in der Regel zwei Monate zuvor, angezeigt hat. § 24
Abs. 2 findet insoweit keine Anwendung.
2. Lehnt ein Erfinder aufgrund seiner Lehr- und Forschungsfreiheit die
Offenbarung seiner Diensterfindung ab, so ist er nicht verpflichtet,
die Erfindung dem Dienstherrn zu melden. Will der Erfinder seine Erfindung
zu einem späteren Zeitpunkt offenbaren, so hat er dem Dienstherrn
die Erfindung unverzüglich zu melden.
3. Dem Erfinder bleibt im Fall der Inanspruchnahme der Diensterfindung
ein nichtausschließliches Recht zur Benutzung der Diensterfindung
im Rahmen seiner Lehr- und Forschungstätigkeit.
4. Verwertet der Dienstherr die Erfindung, beträgt die Höhe
der Vergütung 30 vom Hundert der durch die Verwertung erzielten
Einnahmen.
5. § 40 Nr. 1 findet keine Anwendung."
3. § 43 wird wie folgt gefasst.
"§ 43
Übergangsvorschrift
(1) § 42 in der am 7. Februar 2002 (BGBl. I S. 414)
geltenden Fassung dieses Gesetzes findet nur Anwendung auf Erfindungen,
die nach dem 6. Februar 2002 gemacht worden sind. Abweichend von Satz
1 ist in den Fällen, in denen sich Professoren, Dozenten oder wissenschaftliche
Assistenten an einer wissenschaftlichen Hochschule zur Übertragung
der Rechte an einer Erfindung gegenüber einem Dritten vor dem 18.
Juli 2001 vertraglich verpflichtet haben, § 42 des Gesetzes über
Arbeitnehmererfindungen in der bis zum 6. Februar 2002 geltenden Fassung
bis zum 7. Februar 2003 weiter anzuwenden.
(2) Für die vor dem 7. Februar 2002 von den an einer Hochschule Beschäftigten
gemachten Erfindungen sind die Vorschriften des Gesetzes über Arbeitnehmererfindungen
in der bis zum 6. Februar 2002 geltenden Fassung anzuwenden. Das Recht
der Professoren, Dozenten und wissenschaftlichen Assistenten an einer
wissenschaftlichen Hochschule, dem Dienstherrn ihre vor dem 6. Februar
2002 gemachten Erfindungen anzubieten, bleibt unberührt."
4. § 44 wird aufgehoben.
Artikel 2
Dieses Gesetz tritt am 7. Februar 2002 in Kraft.
Die verfassungsgemäßen Rechte des Bundesrates
sind gewahrt.
Das vorstehende Gesetz wird hiermit ausgefertigt und wird
im Bundesgesetzblatt verkündet.
Berlin, den 18. Januar 2002
D e r B u n d e s p r ä s i d e n t
J o h a n n e s R a u
D e r B u n d e s k a n z l e r
G e r h a r d S c h r ö d e r
D i e B u n d e s m i n i s t e r i n d
e r J u s t i z
D ä u b l e r - G m e l i n
D e r B u n d e s m i n i s t e r
f ü r A r b e i t u n d S o z i
a l o r d n u n g
W a l t e r R i e s t e r
Anmerkung: Vgl. hierzu auch
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28.01.2002
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